Welche Schlafposition ist gesünder?

Welche Schlafposition ist gesünder?

Die Schlafposition beeinflusst nicht nur die Schlafqualität, sondern auch Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen unmittelbar. Die ideale Position ist individuell verschieden, doch einige allgemeine Prinzipien gelten für alle, wenn es um den Schutz der Wirbelsäule geht.

Rückenlage

Sie gilt allgemein als die für die Wirbelsäule ausgewogenste Position; ein dünnes Kissen unter Nacken und Knien hilft, die natürliche Krümmung der Wirbelsäule zu erhalten.

Bei Menschen mit Schnarchen oder Schlafapnoe kann diese Position jedoch die Atemwege teilweise blockieren, weshalb in diesen Fällen meist die Seitenlage bevorzugt wird.

Empfehlungen nach Position

Jede Position hat ihren eigenen Unterstützungsbedarf.

  • Seitenlage: ein Kissen zwischen den Knien richtet Hüfte und untere Wirbelsäule aus.
  • Rückenlage: ein dünnes Kissen unter den Knien verringert den Druck auf den unteren Rücken.
  • Bauchlage: belastet Nacken und Rücken am stärksten und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
  • Kissenwahl: zu hohe oder zu flache Kissen bringen die Nackenausrichtung durcheinander.

Ein aufgeräumtes Schlafzimmer

Die Risiken der Bauchlage

In dieser Position bleibt der Nacken lange zur Seite gedreht, was das Risiko für Nackenschmerzen und Nervenkompression erhöht und die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule stören kann.

Sich die Bauchlage abzugewöhnen kann schwierig sein; ein Kissen an einer Körperseite zu platzieren, um sich schrittweise an die Seitenlage zu gewöhnen, ist ein wirksamer Ansatz.

Matratzen- und Kissenwahl

Eine mittelfeste Matratze unterstützt die Wirbelsäulenausrichtung bei den meisten Menschen am besten; zu weiche Matratzen lassen die Hüfte einsinken, zu feste können Druck auf die Schulter erzeugen.

Die Kissenhöhe sollte zur Schulterbreite passen; Seitenschläfer brauchen meist ein dickeres Kissen, um diesen Abstand auszugleichen.

Die Schlafposition über Nacht zu ändern ist schwierig, doch mit der richtigen Kissen- und Matratzenunterstützung kann sich der Körper innerhalb weniger Wochen an eine neue Position gewöhnen. Halten Schmerzen und Steifheit beim Aufwachen an, kann die Rücksprache mit einem Physiotherapeuten helfen.